| Spielzeug |
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Viele Alltagsgegenstände werden in der einen oder anderen Form bereits seit Jahrtausenden genutzt (z. B. Schüsseln, Krüge und dergleichen). Selbiges trifft auch auf Spielzeug zu. In fast allen Kulturkreisen und bereits zu frühesten Zeitaltern gab es Spielzeug. Als eine der ältesten und weiterverbreiteten Spielzeug Varianten dürften die Puppen gelten. Puppen sind eine Variante des Spielzeugs, die man in etlichen Kulturkreisen und schon in antiken Zeitaltern vorfinden konnte. Auch von den Indianern weiß man, dass die Kinder dort mit Puppen spielten. Heute gibt es natürlich alles Mögliche an Spielfiguren und anderweitigen Spielzeugen. Und jeder von uns schwelgt beim Anblick eines Bobby Cars, eines Verkehrsteppichs oder LEGO Star Wars gewiss in Nostalgie. Insofern ist es kein Wunder, dass manche Spielzeuge später zu begehrten Sammlerstücken avancieren, die sogar beträchtliche Werte erzielen können. Ein ganz prominentes Beispiel dafür dürften die berühmten Figuren aus den Überraschungseiern bieten. Doch worin besteht – neben dem Geldwert, den Sammler zu zahlen bereits sind – der eigentliche Wert von Spielzeug? Spielzeug kann vieles vermitteln. So mag eine Puppe oder eine Spielfigur ein an und für sich lebloser Gegenstand sein. Erst durch die Phantasie des damit spielenden Kindes wird ihr gleichermaßen Leben und Bedeutung eingehaucht. Und das ist in mehrerer Hinsicht eine großartige Sache. So wird das Kind zu spielerischer Phantasie und Kreativität angeregt. Das Spielzeug bekommt einen gewissen Wert für das Kind, was wiederum wertvoll ist, um ein allgemeines Verständnis für Besitz und Eigentum und den verantwortungsvollen Umgang damit zu schulen. In diesem Zusammenhang kann auch ein Sinn für Ordnung und Verantwortlichkeit geschult werden. Und nicht zuletzt, ist Spielzeug auch ein Ventil, über das Kinder mit anderen Kindern ins Spiel kommen. Insofern kann Spielzeug auch einen Beitrag zur sozialen Erziehung leisten. Und durch die heutigen Varianten kann Spielzeug sogar noch mehr vermitteln. So kann technisches Spielzeug Technik für Kinder interessant machen. Und auch das motorische Geschick wird durch manches Spielzeug geschult (man denke an das berühmte Lego). Doch leider muss man heute einer beunruhigenden Tendenz ins Auge sehen. Die klassischen Spielzeuge werden leider immer mehr durch Videospiele verdrängt. Die Nachteile dieser Entwicklung sollte man nicht leichtfertig unterschätzen. Ein Videospiel ist wie ein Selbstläufer. Das Kind muss keine Phantasie entwickeln, um einem Videospiel folgen zu können. Es bekommt ja bereits alles vorgesetzt. Außer schauen und Knöpfe drucken, muss es nichts unternehmen. Das Kind muss also weder gedanklich noch physisch tätig werden, um Videospiele zu spielen. Man sieht es auch am Sprachgebrauch: Videospiele kann man einfach spielen. Im Falle von Spielzeugen geht das nicht so einfach. Man muss “mit“ ihnen spielen. Das Kind wird also aktiv mit einbezogen, denn im Grunde genommen geht alles von ihm aus. In Videospielen ist hingegen alles in einem virtuellen Rahmen vorgegeben. Das Kind wird zum reaktionären Empfänger und muss kaum produktiv sein. Somit fallen viele der zuvor erwähnten Dinge, die durch Spielzeug vermittelt werden, einfach weg. |